Beschäftigungsprogramm soll Schulen auf Fuerteventura sanieren und Jobs für Arbeitslose schaffen

Arbeitslose-Fuerteventura

Das Cabildo von Fuerteventura hat das Beschäftigungsprogramm „El Cabildo, actúa 2025“ („Die Inselregierung handelt“) vorgestellt. Mit einer Investition von insgesamt 1.087.253,37 Euro sollen die Infrastruktur und Einrichtungen von fast 30 Schulen und Bildungseinrichtungen der Insel saniert werden. Gleichzeitig dient das Programm als aktive Arbeitsmarktmaßnahme für arbeitslose Menschen.

Die Präsentation des Programms fand am 14. Februar 2025 im Kunstzentrum Juan Ismael in Puerto del Rosario statt und wurde von der Präsidentin des Cabildo, Lola García, der Beschäftigungsrätin Nuria Cabrera, dem Bildungsrat Adargoma Hernández sowie dem stellvertretenden Bürgermeister von Puerto del Rosario, Juan Jiménez, begleitet. Zudem nahmen die Gemeinderäte Juan José Rodríguez und Rubén González (La Oliva), Rosa Rodríguez (Puerto del Rosario) und América Soto (Antigua) an der Veranstaltung teil.

Investition in Bildung und Beschäftigung

Während der Präsentation betonte Lola García, dass das Programm nicht nur zur Sanierung von Schulgebäuden beiträgt, sondern auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze auf der Insel unterstützt. „Dieses Projekt bietet nicht nur bessere Lernbedingungen für unsere Schülerinnen und Schüler, sondern gibt auch vielen Arbeitslosen eine neue Perspektive“, so García. Sie hob hervor, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Cabildo, den Bildungszentren, den Kommunen und der Regierung der Kanaren wesentlich zur erfolgreichen Umsetzung des Vorhabens beigetragen habe.

Auch die Beschäftigungsrätin Nuria Cabrera begrüßte die 37 neuen Arbeitskräfte, die im Rahmen des Projekts eingestellt wurden. „Nach dem Erfolg der letzten Ausgabe setzen wir das Programm fort, um Schulen auf der gesamten Insel sicherer und komfortabler zu gestalten“, erklärte Cabrera.

Sanierungsmaßnahmen an 28 Schulen

Das Programm kommt 28 Schulen und Bildungseinrichtungen in verschiedenen Gemeinden zugute. Die Maßnahmen konzentrieren sich auf kleinere Bauarbeiten, Renovierungen und Instandhaltungsmaßnahmen, um eine sichere und angenehme Umgebung für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zu gewährleisten.

Der Bildungsrat des Cabildo, Adargoma Hernández, betonte die Bedeutung der Kooperation mit den Gemeinden und der kanarischen Regierung: „Die Schulen haben uns direkt mit ihren Bedürfnissen kontaktiert, und wir haben die Sanierungsmaßnahmen entsprechend geplant.“

In folgenden Schulen sollen Maßnahmen durchgeführt werden:

CEIP Francisca Pérez, CEIP Valles de Ortega, CEO Antigua, CEIP Alcaldesa Amparo Torres, CEIP Gumersindo Martell, CEIP Villaverde, IES Corralejo, IES La Oliva, CEIP Barranco del Ciervo, CEIP Costa Calma, CEIP El Ciervo, CEIP Pájara, CEE Puerto del Rosario, CEIP Agustín Millares Carlo, CEIP Puerto del Rosario, CEIP Poeta Domingo Velázquez, IES Puerto Cabras, IES San Diego, IES Puerto del Rosario, IES Santo Tomás Aquino, CEIP Cristóbal García Blairzy, CEIP Gran Tarajal, CEIP Las Playitas, CEIP Tarajalejo, CEIP Tesejerague, CEIP Tiscamanita, CEIP Tuineje, CEPA Fuerteventura Sur und IES Gran Tarajal.

Neue Arbeitsplätze für 37 Personen

Ein zentraler Bestandteil des Programms ist die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Insgesamt 37 Arbeitslose, die bei den Arbeitsämtern der Insel registriert sind, erhalten eine neue berufliche Chance. Sie wurden aus verschiedenen Berufsgruppen wie Bauhelfer, Maurer, Verwaltungsangestellte und Ingenieure ausgewählt.

Das Beschäftigungsprogramm „El Cabildo, Actúa 2025“ läuft bis zum 12. Januar 2026 und wird aus Eigenmitteln des Cabildo und dem kanarischen Entwicklungsfonds (FDCAN) kofinanziert.

Sind Beschäftigungsmaßnahmen im Bausektor wirklich notwendig?

Wer auf Fuerteventura in den letzten Monaten eine Handwerksfirma gesucht hat, die bereit ist, Aufträge anzunehmen und dafür hinterher auch eine ordentliche Rechnung auszustellen, fragt sich unweigerlich, ob ein Beschäftigungsprogramm für Arbeitslose aus der Baubranche überhaupt notwendig ist.

Viele Unternehmen auf Fuerteventura, nicht nur aus der Baubranche, können gar keine neuen Aufträge annehmen, weil sie keine Arbeiter finden. Viele Arbeitgeber sehen sich mit der Forderung potentieller Kandidaten konfrontiert, schwarz beschäftigt werden zu wollen. Unternehmen, die auf diese Forderung nicht eingehen, können nicht arbeiten. Unternehmen, die solchen Forderungen nachgeben, können ihren Kunden keine Rechnung ausstellen.

Wenn man sich bei Arbeitgebern im Bausektor auf Fuerteventura umhört, vernimmt man regelmäßig die Aussage: „Wer auf Fuerteventura eine Ausbildung vorweisen kann und arbeiten will, muss nicht arbeitslos sein“.

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